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Kirche Gerswalde

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Turmbesteigung mit herrlichem Rundblick Vom Turmobergeschoss bietet sich ihnen ein Blick auf die Nachbardörfer und die wunderschöne uckermärkische Landschaft. Die Glocken Die ersten Glocken, von denen uns berichtet wird, sind die 1743 beim Brand geschmolzenen. 1744 wurden in Templin 3 neue Glocken gegossen und am 27. Oktober 1744 geweiht. Das weitere Schicksal dieser Glocken ist nicht bekannt. Es ist zu vermuten, daß sie beim folgenden Brand 1808 zerstört wurden. Die älteste heute erhaltene Glocke (die kleinste von dreien) wurde 1847 von Theodor Voß in Stettin gegossen. Die beiden größeren Glocken wurden 1916 für Rüstungszwecke demontiert. Im Jahre 1977 wurden an ihrer Stelle zwei in Apolda gegossene neue Glocken aufgehängt. Die goße Glocke hat ein Gewicht von 673 kg und trägt die Inschrift: “O Land, O Land, höre des Herrn Wort.”Die mittlere Glocke wiegt 391 kg und trägt die Inschrift: “Wachet und betet!” Am 9. Oktober 1977 wurden die Glocken geweiht und sind nun wieder weit ins Land zu hören. Seit 1980 werden sie elektrisch betrieben. Das Uhrwerk Vermutlich wurde beim Wiederaufbau des Turmes im Jahre 1706 eine Turmuhr mit eingebaut. Diese ist beim Brand des Turmes 1743 “ruiniert” worden. Die Überreste lagen viele Jahre auf dem Boden des Pfarrhauses und wurden 1772 von dem Boitzenburger Uhrmacher Kleinschmied repariert und wieder eingebaut. Bei dem Brand von 1808 wurde das Uhrwerk wahrscheinlich zerstört. 1878 wurde eine Turmuhr aus der Kirche zu Boitzenburg angeschafft, die ihre Dienste bis in die ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts hinein getan hat. Auf Fotos aus dem Jahre 1945 sind lediglich noch die halb verwitterten Zifferblätter ohne Zeiger zu erkennen. Im selben Jahr meinte Pfarrer Reichhardt, daß die Uhr nur noch für ein Museum geeignet wäre. Im Zuge der Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten am Kirchturm wurden verschiedene Überlegungen mit Fachleuten angestellt, das Uhrwerk wieder in Gang zu bringen. So wächst in Gerswalde die Hoffnung, daß eines Tages doch wieder eine Uhr den Kirchturm zieren wird - vielleicht sogar mit dem alten Uhrwerk. Der Altar Der jetzige Schnitzaltar ist 1983 als Leihgabe der Kirche Schmölln (Uckermark) in der Gerswalder Kirche aufgebaut worden. Er stammt aus evangelischer Zeit - 1624 (Manierismus). Der dreigeschossige Schrein zeigt von unten nach oben das Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung. Er wird bekrönt durch eine Himmelfahrtsszene. Flankiert werden die Mittelszenen von zwei Brot und Wein empfangenden Menschen, den vier Evangelisten und den (nur gemalten) Aposteln Petrus und Paulus. Der ursprüngliche aus dem 19. Jahrhundert stammende einfache Kanzelaltar ist noch vorhanden und wird voraussichtlich wieder aufgestellt, wenn der Schmöllner Altar in die instandgesetzte Kirche dort zurückgebracht wird. Der Ausstellungsraum Im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme entstand 1999 unter der Orgelempore ein Ausstellungsraum, in dem Zeugnisse aus der Geschichte der Kirchen um Gerswalde aufbewahrt werden sowie wechselnde Ausstellungen ihren Platz finden.